Modellierschokolade

Modellierschokolade lässt sich ähnlich wie Marzipan, Fondant oder Blütenpaste verarbeiten und schmeckt dabei noch super lecker schokoladig. Im Gegensatz zu Fondant trocknet sie nicht schnell und bleibt dann auch nicht fest, sodass man nicht weiter mit ihr arbeiten kann. Mit den Händen kann man sie immer wieder etwas wärmen und lange bearbeiten. Wenn sie zu weich und klebrig wird, legt man einfach eine kurze Pause ein. Nähte lassen sich ebenfalls problemlos glätten. Deshalb ist es auch kein Problem noch nachträglich etwas Masse hinzu zu fügen, wenn man beispielsweise mit Proportionen unzufrieden ist und etwas ergänzen möchte. Mit Farbpasten kann man die Schokoladenmasse einfärben. Außerdem verträgt sie sich im Gegensatz zu Fondant mit allen Lebensmitteln.

 

Und so macht man sie ganz einfach selbst:

Man benötigt nur Kuvertüre und hellen, dickflüssigen Glukosesirup. Als Sirup benutze ich den von Grafschafter. Da ich Dosierflaschen bevorzuge, habe ich Sirup mit Karamellgeschmack ausprobiert und kann ihn euch sehr empfehlen.

Je nachdem, ob ihr helle oder dunkle Kuvertüre benutzt, ändert sich die Dosierung des Sirups:

200g weiße Kuvertüre – 75g Sirup

200g Zartbitterkuvertüre – 100g Sirup

200g Vollmilchkuvertüre – 85g Sirup

Die Kuvertüre wird klein gehackt und in eine Schüssel gegeben. Der Glukosesirup wird in eine zweite Schüssel gefüllt. Nun etwas Wasser aufkochen und in zwei Gefäße füllen. Die beiden kleineren Schüsseln mit der Schokolade und dem Sirup in die Wasserbäder stellen.

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Immer wieder umrühren bis die komplette Kuvertüre geschmolzen ist und keine Brocken mehr vorhanden sind. Dadurch, dass der Sirup auf die gleiche Temperatur erwärmt wurde wie die Kuvertüre, verbindet er sich problemlos mit der geschmolzenen Schokolade. Andernfalls kann die Kakaobutter austreten und eine schmierige Masse entstehen.

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Den Sirup zur Kuvertüre geben und vorsichtig, langsam unterrühren. Ihr werdet schnell merken, dass die Masse zähflüssiger wird und sich durch vorsichtiges Rühren zu einem zähen Klumpen formt.

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Dieser muss nun in einem Gefrierbeutel oder zwischen Frischhaltefolie auskühlen. Wenn man ihn dünn verstreicht, kühlt er nicht nur schneller aus, sondern lässt sich später auch leichter wieder durchkneten.

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Ein dicker Brocken Modellierschokolade wäre viel schwerer formbar. Bei Zimmertemperatur muss die Masse mindestens 10 Stunden auskühlen. Anschließend kann sie per Hand durchgeknetet werden. Stört euch nicht daran, dass sie anfangs etwas bröckelt. Die Wärme eurer Hände macht sie wieder geschmeidig und sorgt dafür, dass die Modellierschokolade sich gut kneten lässt. Sie muss jetzt aber zuerst noch einmal 10 Stunden liegen gelassen werden. Nach der langen Wartezeit könnt ihr dann aber endlich loslegen.

 

Da Modellierschokolade mehrere Monate haltbar ist, macht es nichts, wenn ihr Reste übrig behaltet. Sie muss nicht luftdicht oder im Kühlschrank gelagert werden. Man kann sie aber natürlich im Kühlschrank aufbewahren. Vor der nächsten Verwendung lässt man sie Zimmertemperatur annehmen, knetet sie einmal mit den Händen durch und kann sie verarbeiten.

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