Springerle

  • DSC_49052 Eier
  • 250g feinen Zucker oder Puderzucker
  • 2 EL Kirschwasser
  • mindestens 250g Mehl
  • 1g Backpulver (bzw. Hirschhornsalz)
  • Speisestärke
  • Margarine
  • ganze Anissamen

DSC_4841Zuerst werden die Eier mindestens 5 Minuten schaumig geschlagen und dabei langsam Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen. Besser ist es allerdings die Eier 20 Minuten lang zu quirlen. Die Masse muss schön cremig werden und der Zucker sich komplett aufgelöst haben. Durch Puderzucker werden die Springerle zwar heller, aber auch etwas härter. Normaler Zucker sorgt also dafür, dass sie zwar etwas weicher, aber auch dunkler werden.

Nun wird das Kirschwasser kurz untergeschlagen. Anschließend wirklich nur einen Gramm Backpulver zum Teig geben und erst einmal die Hälfte des Mehls dazu sieben. Unter Rühren so viel Mehl dazu geben, dass ein dickflüssiger Brei entsteht. Jetzt wird nach und nach immer wieder etwas Mehl hinzu gegeben, aber mit den Händen weiter geknetet. Erst ist es eine klebrige Angelegenheit, aber so merkt ihr am besten, wann der Teig nicht mehr klebt, aber noch schön geschmeidig ist. Je nach Eiergröße braucht ihr mehr Mehl als die angegebenen 250g.

Der Teig muss nun in Frischhaltefolie und zusätzlich luftdicht verpackt mindestens über Nacht im Kühlschrank bleiben.

Nach der Ruhezeit die Arbeitsplatte mit Speisestärke besieben. Den Teig noch einmal gut durchkneten und die Hälfte wieder sicher verpackt im Kühlschrank lagern. Die andere Hälfte etwa einen Zentimeter dick ausrollen. Jetzt muss etwas Speisestärke mit vorsichtigen, kreisenden Handbewegungen in den Teig einpoliert werden. So klebt er nicht in den Modeln fest.

Ich habe ein Nudelholz mit den DSC_4868einzelnen Motiven mit viel Kraft über den Teig gerollt und mit einem Teigrädchen ausgeschnitten. Andernfalls die einzelnen Model gleichmäßig auf den Teig drücken. Vielleicht liegt es euch auch besser, den Teig in die Model zu drücken. Immer wieder die Teigreste verkneten, ausrollen, die Speisestärke einpolieren, die Models in den Teig drücken und wieder von vorn beginnen. So lange bis alles aufgebraucht ist und dabei nicht den Teig im Kühlschrank vergessen. Im Kühlschrank trocknet der Teig nicht so schnell aus und bekommt keine harten Stellen.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Die einzelnen Springerles können später entweder auf einem Blech mit Alufolie oder Backpapier gebacken werden. Ich habe beide Varianten getestet und auf der Alufolie bekamen sie bei mir schönere Füßchen. Dazu muss die Alufolie mit Margarine eingestrichen werden und anschließend mit ganzen Anissamen bestreut werden, bevor die Plätzchen darauf gelegt werden. Wer sich für die Backpapiervariante entscheidet, braucht dieses nicht mit Margarine einzufetten. Allerdings müssen diese Plätzchen erst auf eine mit Speisestärke besiebten Holzplatte gelegt werden. Bevor sie gebacken werden, müssen sie so noch einmal mindestens 24 Stunden an einem warmen, trockenen Ort trocknen.

Wenn die Springerle jetzt richtig ausgehärtet sind, kann das Blech mit der Alufolie auf der mittleren Schiene bei 150°C 25 Minuten gebacken werden. Dazu den Ofen bitte nicht vorheizen. Nach dem Backen sollten sie noch weitere 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen bleiben.

Für die DSC_4878Backpapiervariante werden die Unterseiten der Springerle nach den 24 Stunden dünn mit Wasser eingepinselt. Dabei darauf achten, dass kein Wasser auf die Oberseite kommt, da sich sonst Flecken bilden. Durch das Wasser haften sie gut an dem Backpapier (auch mit Anissamen bestreut) und können Füßchen bilden. Gebacken werden sie so ebenfalls 25 Minuten bei 150°C und bleiben anschließend noch 10 Minuten im Ofen.

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Ich habe zum ersten Mal dieses Rezept von Elke Knittel aus ihrem Buch Springerles-Back-Lust ausprobiert. Wer weitere Erfahrungen aus meiner Springerles-Backaktion lesen möchte, sollte unbedingt DIESEN BLOGPOST dazu lesen.